Katharinenquartier – Bebauungsplan Altstadt 42, Hamburg-Mitte

Der Bebauungsplan war heftig umstritten. Über ihm hing das Damoklesschwert des Bürgerbegehrens. Vor allem wurde darum gestritten, ob der Turm der Kirche St. Katharinen trotz neuer angrenzender Bebauung von überall her sichtbar bleiben muss. Ja, so Vertreter der Kirche, und zwar auch von Norden, also der Stadtseite. Nein, so Befürworter der Planung, denn die heutige Sichtbarkeit sei eine Folge der Kriegszerstörung. Historisch sei der Turm nicht sichtbar gewesen, höchstens von Süden, der Wasserseite. Am Ende stand ein Kompromiss. Der Turm ist sichtbar, aber nicht ganz und nicht von überall, aber eben in ausreichendem Maße. Der Bebauungsplan Hamburg-Altstadt 42, der das Katharinenquartier ermöglicht, ist ein Beispiel dafür, dass Kompromisse gefunden werden können, die nicht faul sind, sondern beide Konfliktparteien positiv überraschen.


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